Neuenstadt trifft Indien

Mit 18 Neuenstädtern auf Gruppenreise durch Indien

Vierzehn Tage lang habe ich das große Vergnügen, eine Reisegruppe durch Indien begleiten zu dürfen. Wir sehen Paläste und Festungen, erleben den Alltag der Menschen und Verkehrschaos in den Städten, fahren Zug, Tuk Tuk und sogar mit einem alten Militärjeep.

von Helge Wengenroth

Orgamann, Frontmann, A-Alpha, Motorradfahrer, FC Bayern-Fan seit 1974, liebt Weißbier und Weißwurst, Linsen mit Spätzle, süddeutsche Küche, schwäbischen Wein, Trollinger, Lemberg... und thailändisch-scharfes Essen, ganz vorne mit dabei wenn es ums Probieren von Neuem geht, immer Spaß haben, Menschen und Heimat sind ihm wichtig und gleichzeitig hält er es mit dem mauretanischen Sprichwort „Wer nicht reist, wird nicht den Wert der Menschen schätzen lernen“.

Tag 1: Ankunft in Delhi. Kulturschock

Indien zieht uns von der ersten Minute an in seinen Bann. WOW! Was für ein Kulturschock! Wir landen erst nach Mitternacht und bekommen auf dem Transfer zum Hotel bereits die ersten Sinneseindrücke. Unsere erste, sehr kurze Nacht verbringen wir im Welcome Dwarka in Delhi.

Tag 2: das Rote Fort, die Jama Masjid Moschee und das Humayun-Mausoleum

Nach nur drei Stunden Schlaf wartet direkt das erste Abenteuer auf unsere Reisegruppe "Go India": Wir müssen mit dem Bus durch die tägliche Rushhour Delhis. Es braucht sich bei uns kein Mensch über den Verkehr zu beschweren, denn hier ersticken wortwörtlich die Leute in den Blechlawinen und ihren Abgasen. Ein europäisches Feinstaubmessgerät hätte keine ausreichende Scala für den Smog von Delhi... Aber die Fahrerei lohnt sich, denn die Stadt hat wunderschöne Gärten, Paläste und Moscheen zu bieten.

An unserem ersten Tag besichtigen wir das beeindruckend Rote Fort, dessen Außenmauern über zweieinhalb Kilometer lang sind. Es gehört zum UNESCO Weltkulturerbe.

Auch die größte und schönste Moschee Indiens, die Jama Masjid, ist in Delhi zuhause. Dort entstehen wunderschöne Bilder, zum Beispiel von den Damen unserer Reisegruppe, die sich dort farbenfrohe Gewänder überwerfen. Anschließend besichtigen wir das Qutb Minar, das mit 73 Metern höchste Minarett Indiens.

Und natürlich darf auf unserer Tour durch Delhi auch nicht das Humayun-Mausoleum fehlen: Mit seinen Rundbögen und der großen Kuppel ist dieser Vorläufer des berühmten Taj Mahal ein prächtiges Beispiel für die Architektur der frühen Mogulzeit im 16. Jahrhundert.

Auch heute übernachten wir im Welcome Dwarka, ein typisches City Hotel mit indischem Flair. Nach einem sehr guten Abendessen, das in Buffetform angeboten wird, ziehen wir uns alle todmüde in unsere schönen, großzügigen Zimmer zurück und fallen in Tiefschlaf. Nur unsere Koffer, die machen sich schon wieder auf die Reise...

Tag 3: per Zug von Delhi ins quirlige Kota

... denn heute wechseln wir das Verkehrsmittel: Eine spannende Zugfahrt von Delhi nach Kota wartet auf uns! Da es in den Zügen sehr eng zugeht, reist unser Gepäck mit dem Bus voraus. Eine weise Entscheidung, denn als wir nach einer weiteren, langen Fahrt durch das Verkehrschaos Delhis endlich den Bahnhof erreichen und in den Zug einsteigen, erwartet uns eine Überraschung: Jeder zugewiesene Sitzplatz ist eine Pritsche, eine oben und unten. Undenkbar in Deutschland! Aber in Indien findet sich alles, auch dank der Freundlichkeit der Inder. Wir geben unsere Pritschen teilweise auf und bilden kleine neue Sitzgruppen. Es funktioniert letztlich alles wunderbar.

Überhaupt ist das Miteinander der Menschen hier beeindruckend. Keine bösen Blicke, kein Touristennepp und sehr viel Neugier uns gegenüber. Wir sind sehr beliebte Fotomotive: Junge, wildfremde Menschen, kommen auf uns zu und möchten gerne ein Selfie mit uns machen. Ein Heidenspaß für alle! Das aggressionsfreie Miteinander macht uns Land und Leute sehr sympathisch.

Während der Zugfahrt wird uns noch ein indisches warmes Mittagessen serviert. Ich sage nur: scharf, scharf, noch schärfer... und sehr lecker!

In Kota angekommen, freuen wir uns darauf, unsere Beine zu bewegen und erkunden die kleine, quirlige und sehr ursprüngliche Altstadt bei einem Spaziergang. Läden, Schmieden, Küchen, Werkstätten für motorisierte Zweiräder und Apotheken reihen sich dort aneinander, davor ein buntes Gewusel aus hupendem Verkehr und vielen Menschen. Egal, hier lebt alles im Einklang, Menschen, Affen und Kühe. Auch hier sind die Einheimischen neugierig, wollen mit uns Bilder machen, uns die Hände schütteln. Wieder und wieder werden wir freudig als Touristen begrüßt. ln unserem Heritage Hotel Sukhdham Kothi angekommen, werden wir sogar mit Blumenschmuck aufs herzlichste empfangen. Das Hotel ist klein und sehr gemütlich. Unser Tag geht mit einem leckeren und diesmal nicht zu scharfen Abendessen zu Ende.

Tag 4: Wir erklimmen die Festung Chittorgarh

Nach dem Frühstück geht es bereits um acht Uhr los Richtung Chittorgarh um dort eine der berühmtesten Festungen Rajasthans zu besichtigen. Wie der Ort heißt auch die Festung „Chittorgarh“, auch sie gehört zum UNESCO Weltkulturerbe. Wir fahren mit Tuk Tuks den 280 Meter hohen Tafelberg hinauf und die Fahrer müssen dabei ihr ganzes Können unter Beweis stellen: Enge Gassen, steile Bergstraßen und wie immer jede Menge Verkehr. Ein kleiner Ritt, würde ich sagen.

Die Festung aus dem 8. Jahrhundert wurde dreimal von muslimischen Eroberern eingenommen und dreimal haben sich mehrere tausend Frauen für die Selbsttötung durch Verbrennen entschieden, um in keiner Form den Eroberern in die Hände zu fallen. Die Männer hingen ritten in ihren traditionellen Hochzeitsgewändern in die letzte Schlacht. Wir sind beeindruckt von den Palästen und Türmen und bewegt von diesem tragischen Kapitel der indischen Geschichte.

Nach der Besichtigung fahren wir weiter nach Udaipur, das eingebettet zwischen Bergen liegt und noch heute die "Stadt der Paläste" genannt wird. Eine prachtvolle Kulisse, die sich im Picholasee widerspiegelt. Wir übernachten dort im Hotel Golden Tulip.

Tag 5: Udaipur, die "Stadt der Paläste"

Wir spazieren durch die Stadt Udaipur zum schönsten Tempel der Stadt: Jagdish. Steile Treppen führen uns hinauf zum Gebetsraum. Schuhe aus, dann dürfen wir die Anlage besichtigen. Komplett aus Marmor, macht sie auf uns einen sehr imposanten und eleganten Eindruck.

Weiter gehts zum Stadtpalast, ein riesiger Komplex, der genau genommen aus einer Ansammlung von Gebäuden besteht, die im Zeitraum von 1559 bis 1800 erbaut wurde. Wenn man bedenkt, aus welcher Zeit dieses Ensemble stammt, wird einem deutlich, wie diese Monarchie damals schon entwickelt war. Der unbewohnte Teil des Palastes ist für Touristen zugänglich und darf besichtigt werden.

Die ganze Pracht Udaipurs wird allerdings erst vom Wasser aus ersichtlich. Mit einem kleinen Ausflugsboot schippern wir über den Picholasee, bestaunen den Palast und das Stadtpanorama vom See aus und besuchen eine kleine Insel, auf der sich der Wasserpalast Jag Mandir befindet. Einst nutzte der König diese Insel, um Zeit mit seinen Frauen zu genießen.

Nach einem leckeren Mittagessen spazieren wir durch den "Garten der Ehrenjungfern", Sahelio ki badi. Dort trafen sich einst die Könige mit ihren Konkubinen und Frauen. Eine wirklich sehr schöne Anlage mit üppiger, blühender Botanik. Der Brunnen mit seinen Marmorelefanten und Lotusblumen ist ein beliebtes Fotomotiv.

Wir fahren weiter nach Deogarh, wo wir nach einem spannenden Spaziergang durch die Stadt im Heritage Deogarh Mahal einchecken. Das Hotel ist ein Palast, eine echte Augenweide! Ich selbst darf in der fast original erhalten gebliebenen, 100 Quadratmeter großen Königssuite nächtigen. Bevor wir jedoch unsere müden Häupter königlich betten, sitzt unsere Reisegruppe noch auf der Dachterrasse zusammen und genießt einen herrlichen Abend mit wunderbarer Aussicht auf den beleuchteten Palast.

Tag 6: im historischen Militärjeep zur Jaina-Tempelanlage

Nach dem Frühstück holt uns ein spektakuläres, ehemaliges indisches Militärfahrzeug ab, um uns zu unserem Bus zu bringen. Warum der Aufwand? Das Heritage Deogarh Mahal kann mit dem Bus nicht erreicht werden! Was für ein Erlebnis, mit diesem oben offenen Oldtimer durch das Getümmel der Innenstadt gefahren zu werden.

Heute geht es zur berühmten Jaina-Tempelanlage in Ranakpur. Die Religion der Jain stammt vom Hinduismus ab. Der prächtigste der Tempel ist Adinath (auf Deutsch: Gottes- oder Prophet-Tempel), er zählt zurecht zu den schönsten in Rajasthan: Seine 1.444 unterschiedlich verzierten Säulen und seine Kuppeln sind Beispiele feinster Steinmetzarbeiten. Auch hier begegnen wir tollen, freundlichen Menschen.

Tag 7: Wir erleben das dörfliche Indien und besuchen eine Schule

Dieser Tag führt uns wieder einmal vor Augen, wie gut es uns geht. Mir stellt sich auf unserer Reise durch Indien jedoch immer wieder die Frage: Sind wir deshalb auch glücklicher? Diese Frage darf sich jeder selbst stellen, der einmal den Menschen hier begegnet ist.

Am Morgen spazieren wir gemütlich durch Bhenswara und erleben dort den ganz alltäglichen Rhythmus des Dorflebens: Es werden Häuser gebaut, Hunde bellen, als sie uns erblicken, und viele neugierige Augen verfolgen unsere Gruppe. Wir dürfen unseren Hotelmanager zuhause besuchen und sind alle überrascht, wie dieser in einfachsten Verhältnissen mit seiner Familie lebt.

Gemeinsam besuchen wir die örtliche Schule, für uns ein besonderes Erlebnis. Die Kinder sitzen zum morgendlichen Appell auf dem Sandboden, sie singen gemeinsam und beantworten Fragen ihres Lehrers.

Danach fahren wir zurück zu unserem Heritage Bhensware, ein unglaublich schönes Hotel mit sehr geschmackvollem Innenhof und aufmerksamen Mitarbeitern. Wir entspannen dort ein wenig am Pool, bis wir zu unserem zweiten Ausflug an diesem Tag aufbrechen. Mit dem Jeep fahren wir zu einem abgelegenen Dorf, dort dürfen wir dabei zuschauen, wie Hirsebrot gebacken wird. Pünktlich zur Magic Hour genießen wir einen Sonnenuntergang, vor dem sich die Silhouette eines Gebirgszuges abzeichnet.

Nach diesem erlebnisreichen Tag freuen wir uns auf unser Heritage Bhenswara. Wir verbringen bereits die zweite Nacht in diesem Hotel und es fühlt sich ein bisschen an wie nach Hause zu kommen.

Tag 8: die mächtige Mehrangarh Festung und das Verkaufsgeschick der Stoffhändler in Jodhpur

Nach dem Frühstück bekommt jeder von uns zum Abschied ein sehr schön gefertigtes Glücksarmband geschenkt. Der Hotelmanager persönlich bindet es uns an den Arm und wünscht uns alles Gute.

Unsere Reise führt uns heute nach Jodhpur, wo wir die mächtige Mehrangarh Festung besichtigen wollen. Doch bevor wir dort ankommen, haben wir noch einen kleinen Unfall. Aufgrund unseres Bremsmanövers wegen einer Kuh auf der Straße fährt uns ein anderer Verkehrsteilnehmer in den Bus. Unserer Reisegruppe ist dabei nichts passiert. Und auch sonst ist das Ganze kein Drama: Unser Busfahrer fährt einfach weiter mit der Begründung, der Schaden sei sicherlich gering und beim Schuldigen wahrscheinlich ohnehin nichts zu holen. So etwas erlebt man wohl nur in Indien...

In Jodhpur angekommen, besuchen wir zuerst einen Händler für Decken und Schals, der die ganze Designerwelt mit seinen Produkten beliefert. Gefertigt werden sie von über 8000 Mitarbeitern in der Region. Ein sehr, sehr redegewandter Inhaber überzeugt mit großem verkäuferischen Geschick von der unschlagbaren Qualität und Preisen seiner Decken und Schals.... Mit Erfolg: Die meisten aus unserer Reisegruppe kaufen anschließend ein Stück.

Endlich erreichen wir die Festung und dürfen diese mit einem Aufzug "erklimmen". Von dort aus kann man die blaue, ummauerte Stadt sehr schön aus der Vogelperspektive betrachten. Jodphur ist der Sitz eines wichtigen Wirtschaftszweiges, hier werden Stoffe aller Art und auch Möbel in Handarbeit gefertigt - wie wir ja bereits bei unserem Besuch beim Stoffhändler erlebt haben.

Wir fahren weiter nach Puchkar, dort wartet auf uns ein Galadinner, das sich dann eher als touristische Veranstaltung entpuppt. Endlich, nach einer sehr langen und anstrengenden Fahrt, kommen wir in unserem sehr schönen Hotel Jagat Palace an. Hier ist zwar alles schon etwas in die Jahre gekommen, was ich als Reiseprofi natürlich bemerke, aber es ist toll gepflegt und stilvoll eingerichtet, besitzt einen schönen Garten und einen stimmigen Poolbereich.

Tag 9: Pilger in Pushkar und ein Ritual am heiligen See

Am Pushkarsee angekommen, lasse ich es mir nicht nehmen, an dieser heiligen Stätte ein Gebet zusammen mit Priestern abzuhalten. Aufgrund meiner großzügigen Spende ist mir nun alles Glück sicher. Ein unglaubliches Gefühl! Da gerade das jährliche Kamelfest stattfindet, ist die Stadt voller Pilger aus ganz Indien sowie mit Gästen aus aller Welt. Mehr Eindrücke für alle Sinne kann man an einem Vormittag nicht bekommen! Es fehlt an nichts: Kamele, Pferde, Stiere, Schlangenanbeter, Pilger, Bettler und viele Stände mit leckerem Essen. Interessanterweise ist es in Pushkar nicht erlaubt, Alkohol zu verkaufen und auch Fleisch darf nicht serviert oder verkauft werden.

Wir machen uns auf den Weg nach Jaipur, unserem Etappenziel für diesen Tag. Weil einige aus unserer Reisegruppe gerne Gewürze kaufen möchten - ein wirklich tolles Mitbringsel aus Indien - führt uns unser Reiseleiter Gajendra zu eiem Händler in der Innenstadt. Dort gibt es alles, was das Herz begehrt!

Zwei aus unserer Gruppe, Karin und Helge, fahren von dort aus im Tuk Tuk zum Hotel. Was für ein Spaß!

Tag 10: Palast der Winde, Fort Amber und der Stadtpalast Jaipurs

Am nächsten Morgen brechen wir mit erwartungsvoller Vorfreude auf: Durch den morgendlichen Verkehr Jaipurs fahren wir direkt zum Palast der Winde. Was für ein grandioses Gebäude! Als es nun endlich vor uns steht, ist es genau so beeindruckend, wie wir es uns vorgestellt haben. Das Licht ist perfekt, die Sonne strahlt es genau so an, dass seine rote Farbe kräftig leuchtet. Leider haben wir für unsere Fotoaufnahmen nur wenig Zeit, da unser Reiseleiter zum Aufbruch drängt. Das Fort Amber wartet. Auch diese Fort gehört zum UNESCO Weltkulturerbe. Bereits bei der Anfahrt legen wir einen Fotostopp ein. Majestätisch liegt das Fort vor unseren Augen. Als wir näher herankommen, beobachten wir Elefanten, die Touristen zum Fort hinauf tragen. Später erfahren wir, dass die Tiere diesen Weg nur drei mal pro Tag bewältigen müssen. Der Tierschutz hat hier durchgegriffen. Gut so!

Als wir mit unseren Jeeps am Fort Amber ankommen, herrscht ein unglaubliches Gedränge in den alten Gassen vor dem Tor. Unserem Reiseleiter Gajendra gelingt es jedoch, uns ins Fort zu lotsen. Dort erzählt er uns alles Wissenswerte rund um dessen Geschichte, die im 16. Jahrhundert begann. Wir sind wieder einmal beeindruckt. Amer war einmal ein Königreich, heute ist es (nur noch) ein Stadtviertel im heutigen Jaipur. Bei einem sehr leckeren Hühnchengericht genieße ich in einem traditionellen indischen Restaurant unsere Mittagspause.

Bald geht es weiter zum Stadtpalast. Diesen empfinde ich persönlich etwas einfach in seiner Architektur und Anmut. Das Museum zu den Waffen aus der damaligen Zeit weckte jedoch mein Interesse. Auch die Geschichte der zwei größten Silbergefässe der Welt, die in der Audienzhalle ausgestellt sind, finde ich spannend: Der Maharadscha nahm darin einst sein heiliges Wasser mit, als er zur Krönung von Edward VII. nach England reiste.

Tag 11: ein Dorfbesuch, der die Augen öffnet

Die heutige Etappe bringt uns nach Bharatpur, wo wir im Heritage Laxmi Vilas Palace einchecken. Eine wunderschöne Anlage die zum Verweilen einlädt - ganz besonders die kleine Bar in unserem Innenhof. Wir genießen ein erfrischendes Getränk und einige aus unserer Gruppe können auch dem kühlen Nass der sehr schönen Poolanlage nicht widerstehen.

Am Nachmittag werden wir mit dem Jeep in ein nahegelegenes Dorf gebracht, durch das wir einen Spaziergang unternehmen, um den Alltag der Menschen kennenzulernen. Alle Häuser sind einfach, haben aber Strom, Wasser und meist sogar Fernsehen. Man lebt dort weitgehend von der Landwirtschaft und so leben die Büffel, Kühe, Ziegen und Schafe gemeinsam mit den Menschen im Dorf. Meine besondere Bewunderung gilt der Schule. Ich habe zuerst gar nicht bemerkt, dass wir uns auf dem Schulhof befanden. Kein Kind aus Europa würde auch nur eine Minute dort am Unterricht teilnehmen.

Auffällig war auch in diesem Dorf wieder die große Anzahl von Kindern, die unsere Gruppe neugierig verfolgten und einen großen Spaß hatten, wenn wir von ihnen Fotos machten, die sie sich anschließend auf den Displays der Digitalkameras anschauen konnten. Ein erholsamer Tag, den ich sehr genossen habe.

Tag 12: Wir nähern uns dem Höhepunkt und zugleich Ende unserer Reise

Unser Roadtrip neigt sich langsam aber sicher dem Ende zu: Heute fahren wir weiter nach Agra, dem letzten Ort unserer schönen Reise und zugleich der Höhepunkt. Denn dort erwartet uns das Wahrzeichen Indiens: das Taj Mahal. Nach dem Tod seiner geliebten Frau ließ der Shah Jahan es erbauen und fast 400 Jahre später berührt es mit seiner Schönheit noch immer die Herzen der Besucher. Auf dem Weg zum Taj Mahal liegt Fathepur Sikri, eine verlassene Stadt. Sie wurde im 16. Jahrhundert in 15-jähriger Bauzeit erbaut und nur 16 Jahre lang bewohnt. Der Grund dafür: Wassermangel.

Bereits um 15 Uhr checken wir in unserem Hotel Clarks Shiraz ein und verbringen dort einen herrlich faulen Nachmittag, den die meisten von uns für ein kühles Bad im Pool nutzen. Kräfte sammeln für den letzten Tag, an dem wir das Taj Mahal besichtigen werden!

Tag 13: Das Taj Mahal erfüllt alle unsere Erwartungen

Unsere Erwartungen werden mehr als erfüllt. Das Taj Mahal ist eines der schönsten Bauwerke, die ich jemals in meinem Leben gesehen habe. Jeder von uns kennt Bilder von diesem Wahrzeichen Indiens, aber es in seiner vollen Pracht zu erleben, ist unglaublich. Es strömen tausende von Besuchern zum Monument und jeder möchte einen tollen Platz, um ein schönes Foto zum machen. Auch wir spüren die Faszination deutlich. Was der Kaiser für seine verstorbene Frau erbauen ließ, verschlägt einem glatt die Sprache.

Nach dem Taj Mahal hat das Fort Agra, unser zweiter Programmpunkt an diesem Tag, nun echte Schwierigkeiten zu glänzen. Der Bau aus dem 16. Jahrhundert ist dem roten Fort in Delhi sehr ähnlich. Einst war es der Sitz der Verwaltung dieser Region, heute ist dort noch das Militär untergebracht.

Voller Eindrücke fahren wir mit dem Bus zurück nach Delhi, wo unsere Reise vor zwei Wochen begonnen hat und wir die allerletzte Nacht vor unserem Rückflug verbringen.

Tag 14: Heimflug - den Kopf voller Bilder

Frühstart! Bereits um 3:30 Uhr treten wir unseren Rückflug nach Deutschland an. Immerhin ist es ein Direktflug nach Frankfurt am Main, so dass einige von uns noch einmal die Augen schließen und die Eindrücke der letzten zwei Wochen Revue passieren lassen.

So liebe Leser, das war es von einer meinen spannendsten Reisen, die ich mit einer Neuenstädter Gruppe unternehmen durfte.

Wenn ich euch jetzt Appetit gemacht habe auf Indien, unterstützen wir Sie im Reisecenter Neuenstadt gerne dabei, Ihre Wunschreise zu planen und zu buchen: telefonisch, per Email und WhatsApp und natürlich persönlich im Reisecenter Neuenstadt.

 


Impressionen Indien

von Helge Wengenroth

Orgamann, Frontmann, A-Alpha, Motorradfahrer, FC Bayern-Fan seit 1974, liebt Weißbier und Weißwurst, Linsen mit Spätzle, süddeutsche Küche, schwäbischen Wein, Trollinger, Lemberg... und thailändisch-scharfes Essen, ganz vorne mit dabei wenn es ums Probieren von Neuem geht, immer Spaß haben, Menschen und Heimat sind ihm wichtig und gleichzeitig hält er es mit dem mauretanischen Sprichwort „Wer nicht reist, wird nicht den Wert der Menschen schätzen lernen“.

Du interessierst Dich für eine Reise nach Indien?
Wir beraten Dich gern.

Montag – Freitag 09:00 – 19:00 Uhr, Samstag 09:00 – 12:30 Uhr