Angekommen in der Hauptstadt Santiago de Chile haben wir uns zunächst per Flugzeug in den Norden aufgemacht. Hier, in der Atacamawüste, der trockensten Wüste der Welt, begegne ich einer wahrlich bizarren, teilwiese unwirklichen, aber absolut einzigartigen und sehenswerten Landschaft.
Ein Bereich der Atacama heißt zum Beispiel Valle da la Luna, also „Tal des Mondes“. Bei Sonnenuntergang am Abend leuchten die Steine von orange bis dunkelrot in den herrlichsten Farben, und alle versuchen natürlich, das schönste Foto zu bekommen! Bei unseren Fahrten mit dem Jeep durch die Salzwüste und Anden-Bergwelt dürfen wir auch den dampfenden El Tatio-Geysire bestaunen, auf dem höchstgelegene aktiven Geysire Feld der Welt. Die beeindruckende Höhe von ca 4300m über dem Meeresspiegel ist definitiv Teil des Erlebnisses und fordert auch uns ein bisschen heraus, aber es ist ebenso spektakulär.
Auf einem weiteren Ausflug durch die Atacama sehen wir herrliche, weißglitzernde Lagunen mit rosa Flamingos sowie perfekt geformten Schneevulkane, die in den blauen Himmel ragen. Bei den Lagunen Miscanti und Miñiques stockt mir der Atem, so wunderschön liegen diese in der Landschaft.
Sie schimmern ganz herrlich grün und blau, und die Ruhe, die sie ausstrahlend, sind einzigartig.
Fasziniert hat mich ebenso nördlichste Nationalpark in Chile, der Lauca Nationalpark. Er ist Biosphärenreservat der UNESCO. Wir konnten dort vielen süßen Lamas, Vicuñas und Guanacos ganz nahe kommen, sowie eine wunderschöne Grassteppe mit zauberhaften Kegelvulkanen entdecken.
Auch die Schönheit des Altiplanos, der Hochebene Südamerikas, wird mich immer begleiten.

Durch seine lange Ausdehnung bietet Chile auch im Süden eine faszinierende Landschaft, und somit haben wir uns nach dem hohen Norden in das andere Extrem, zur grünen Seite Chiles aufgemacht. Über die Halbinsel Chiloe´ und Puerto Montt sind wir weiter bis nach Patagonien gereist.
Dabei unterwegs zu sein, auf der berühmten Panamericana, hier auch Carretera Austral genannt, war schon immer mein Traum - und nun durfte ich einen Teil davon selbst befahren! Der Süden Chiles wird ab der Mitte, auf Höhe Puerto Montt, nur durch diese eine Straße verbunden, und das macht es natürlich auch einzigartig.
Auf unserer Fahrt per Jeep sehen wir eigentlich „nur“ wunderschöne, unberührte grüne Wildnis. Wir kommen vorbei an Urwäldern, glasklaren Lagunen, Riesenfarnen, einsamen Fjorden sowie blauen, rauschenden Gebirgsflüssen. Es ist herrlich. Die Region ist grundsätzlich wenig besiedelt und man erlebt einfach Natur pur.
Der Torres del Paine Nationalpark als Touristenmagnet musste natürlich als Reisehighlight dabei sein! Diese Felsformationen sind ebenso einzigartig und zum Staunen. Viele Aktive können sich hier in der wunderschönen Natur sich austoben, oder Ruhesuchende in einem schönen kleinen Resort.
Mein besonderes Erlebnis am Ende unserer Reise war auf jeden Fall die Kreuzfahrt zum berühmt-berüchtigten Kap Hoorn. Von Punta Arenas fliegen wir mit dem kleinen Flugzeug nach Ushuaia. Schon von oben war dies absolut sehenswert. Ushuaia ist die südlichste Hauptstadt der Welt und ganz im äußersten Süden des südamerikanischen Kontinents gelegen und eine recht quirlige Küstenstadt. Hier in Feuerland kommen alle Weltenbummler und Abenteuerlustige zusammen. Oft schon von vielen Entdeckern als sagenumwoben beschrieben, kann man von hier aus den berühmten Beagle-Kanal per Schiff befahren oder eine Expeditions-Kreuzfahrt in die Antarktis starten. Oder wie ich mit der Costautralis ans Kap Horn fahren, wundervolle Fjordlandschaften kreuzen und lustig anzuschauenenden Magellan Pinguinen begegnen. Ein Traum!